Das Engelkind

Heidi Schatzmayr aus Puch bei Weiz (Österreich) schreibt über ihr En(g)kelkind.

Julia, so heißt mein  Engelkind. Ich nenne sie deshalb so, weil sie, als sie ca. 10 Jahre alt war, Engel gesehen hat. Das kam so: Die Oma von ihr – die andere Oma mütterlichseits – denn die eine Oma bin ich väterlichseits, diese Oma hatte ein kleines Häuschen in Subotica in Serbien. Ihr Mann – der Opa von Julia- ist gestorben und so war die Oma – genannt Nadyi, d.h. Oma auf ungarisch, allein zurückgeblieben. Eine Tochter lebte in Ungarn und die andere, Julias Mutter in Österreich, eben verheiratet mit meinem Sohn Gabriel in meinem Haus. Der Plan war, dass Nagyi ihr Haus verkauft und nach Österreich zieht zu ihren Kindern. Jedoch es war sehr schwer das Haus zu verkaufen, denn die Menschen  in Subotica sind sehr arm und können  sich kein Haus leisten. Es zog sich hin – monatelang. Da nahm Olivia, das ist meine Schwiegertochter, die Mutter von Julia, in den Ferien  sich Zeit und fuhr mit ihren beiden Töchtern zur Nadyi. Julia hat nämlich auch eine sehr liebe Schwester, um  2 Jahre älter als Julia, die heißt Tamara. Sie wollten Nadyi  beim Verkauf  unterstützen, d.h. überhaupt einen Käufer  finden. Die ganze Familie glaubt an Engel und sie haben die Erfahrung gemacht, dass Engel wirklich helfen. Und so haben sie natürlich auch sehr innig die Engel um Hilfe gebeten.

Als sie dann im Haus von Nadyi waren, da passierte es. Julia sah einen Engel, der von Möbelstück zu Möbelstück ging und bei jedem mit der Hand darauf tippte. Und nach zwei Tagen meldete sich ein Käufer. Ein ganz liebes junges Paar.  Sie waren gleich begeistert. Es musste nur noch die Zahlungsmöglichkeit über die Bank geregelt werden, aber auch das klappte wunderbar. Von diesem Tag an – der ersten Engelsichtung – sah Julia überall Engel. In den Autos hineingequetscht zwischen den Menschen, auf der Straße stehen. In einer Kurve bemerkte sie einen ganz großen Engel. Warum ist der so groß, fragte sie sich. Die Antwort kam prompt: „Weil das so eine gefährliche Stelle ist, wo sehr viel passieren könnte.“

Einmal bat sie mich bei meiner Arbeit als Energetikerin zusehen zu dürfen, wenn ich die Aura und die Chakren der Klienten reinige. Ich war ja selber auch ganz gespannt, was sie da alles sehen würde, was ich ihr natürlich mit Freuden gewährte. Nachher erzählte sie mir, was sie alles gesehen hat. „Da stehen 12 Engel, der Reihe nach. Ein großer Engel führt deine Hände und schwarze Wolken fliegen von den Menschen weg, die die Engel wegbringen. Und nach der Sitzung gehen die Engel wieder weg.“ Ich habe immer gespürt, dass mich die Engel unterstützen und es freute mich umso mehr, dass meine Enkelin sie auch gesehen hat.

In dieser Zeit sprach sie auch mit Bäumen. Auf ihrem Schulweg ging sie täglich an einem besonderen – dem berühmten Fernsehkoch Lafer gewidmeten – Apfelbaum vorbei. Einmal hatten verantwortungslose Jugendliche einen Ast so halb herunter gerissen. Julia hatte großes Mitleid mit dem Baum. Sie tröstete ihn und sagte, das wird bald wieder gut werden, er solle sich nicht unterkriegen lassen. Tatsächlich baute der Baum an der Rissstelle soviel Gewebe auf und nach kurzer Zeit war auch wieder eine Rinde drüber, dass vom Riss nichts mehr zu sehen war. Der Ast hing nur etwas tiefer. Genau diesen Baum begrüßte sie auch jeden Morgen und beim Nachhauseweg erzählte sie auch alles, was so in der Schule los war.

So geschah es eines Tages, dass sie  sich  im Schulgelände an einer Brennessel gebrannt hatte. Jeder weiß, daß dies lange danach noch schmerzhaft zu spüren ist. Als sie beim Baum ankam, erzählte sie ihm zuerst, dass sie bei der Matheschularbeit eine gute Note bekommen hat. Der Baum gratulierte ihr. Dann fragte sie ihn ob er heilen auch kann. Ja, mitunter, sagte der Baum. Julia erzählte ihm das Pech mit der Brennessel. „Was soll ich machen, fragte Julia, ein Blatt von dir auflegen?“ „Ja, aber nicht irgendeines. Ich zeig Dir das Blatt. Mach die Augen zu und wenn ich-  jetzt -sage, machst du die Augen wieder auf.“ Julia tat, was der Baum gesagt hat. Als sie das Jetzt hörte, machte sie die Augen wieder auf und da fiel ihr Blick auf ein Blatt, welches lebhaft wackelte. Sie nahm dieses Blatt und legte es auf die brennende Stelle und tatsächlich, der Schmerz war verschwunden. Einmal gingen wir in den Wald und wollten Schwammerl finden. Julia fragte „meinen“ Baum, der auch  mein Freund ist, wo es Schwammerl gäbe. Er sagte, da hinunter. Wirklich fanden wir dort einige Pilze.

Julia ist nun schon 15 Jahre alt und ihre Engelsichtigkeit hat sich verloren. Wohl auch, weil sie durch die hohe Energie manchmal Kopfweh bekam und sie anzuzweifeln begann, ob das wohl alles so wirklich ist. Daß es wirklich ist und Engel eben auch so wirklich sind, habe auch ich erlebt. Einmal bog ich mit meinem Auto in eine Seitenstraße ein, wo ich wohl schon hunderte male gefahren bin. Ein Haus wurde dort renoviert und ich machte einen kurzen Blick auf das Schild der Firma. Da, plötzlich machte es- mit mir natürlich, ohne daß mir das überhaupt bewusst wurde, eine so totale Vollbremsung mit meinem Auto. Ich riß erschrocken die Augen auf. ½ m vor mir auf einem Fußgängerübergang, – den ich vorher noch nie bemerkt hatte, stand eine Frau und schüttelte den Kopf. Ich hätte sie überfahren, hätte nicht mein Engel gebremst. Nicht auszudenken, was dadurch alles  hätte passieren können. Früher machte ich mit dem Auto so manchen Blödsinn, aber dann bat ich meinen Engel jeden Schaden zu verhindern, denn die Schrammen beim Auto kosteten doch immer einiges Geld.

So helfen sie oder er – auch im Haushalt mit und erinnern mich, dass etwas am Herd eingeschaltet ist oder beim Einkaufen, dass dies oder jenes ausgegangen ist. Das erspart mir Zeit und so manchen Ärger. Mein Haus ist voll von Engelbildern, denn ich bin ein richtiger Engelfan.

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Kommentare

  1. Eine wunderschöne Geschichte die Sie hier mit uns teilen. Mir selbst sind in jungen Jahren 3 Engel begegnet und haben mir aus einer sehr misslichen Situation geholfen.
    Ganz gleich wie man „Seine“ Engel anspricht, ( es gibt übrigens 3 für jeden Menschen, einen für die Seele, einen für die Psyche, einen für den Körper) wichtig ist es ihnen zu danken und sie täglich um Schutz und Beistand zu bitten. Seit mehr als 20 Jahren fahre ich beruflich mit dem Auto weite Strecken ( mehr als 40.000 km / Jahr).
    Dank meiner Engel habe ich etliche Situationen von Gefahr einer Kollision auf Autobahnen, an Kreuzungen etc.
    gut bewältigt. Die Aufmerksamkeit vieler Mitmenschen ist leider nicht beim Autofahren, sondern bei ihrem Mobilphone und daher kommt es in den letzten Jahren häufiger zu solchen Ereignissen.

    Für Ihre Energiearbeit wünsche ich Ihnen weiterhin gute Engel und viel Erfolg!

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