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Jaël: Ein kleiner Engel folg davon

Jaël: Ein kleiner Engel flog davon

Die Ärzte gaben dem Mädchen nur ein paar Stunden – sie wurde 13. Ihre Geschichte.

Jaël ist ein kleiner Engel. Mit seinem Lächeln und seiner ansteckenden Lebensfreude verzaubert das Mädchen die Menschen. Es ist unheilbar krank. Die Ärzte geben der Kleinen nur ein paar Stunden, höchstens ein paar Wochen Lebenserwartung. Doch die Eltern Shabnam und Wolfgang Arzt kämpfen für ihr Kind – und durften 13 Jahre mit Jaël verbringen. Jaëls Leben ist eine Geschichte über Liebe, Glaube und Dankbarkeit.

Jaëls Eltern schreiben in ihrem Buch: „Da sitzen wir beide also allein in diesem schlichten Krankenzimmer. Auf dem ansonsten leeren Tisch liegen drei kopierte Zettel, die den Tod bedeuten. Den Tod unseres Kindes, den Tod unseres Traums von einer kleinen Familie. Während wir die Tränen laufen lassen, versuchen wir den Inhalt zu verstehen: Edwards-Syndrom…“ Weil die Ärzte nichts mehr machen können, nehmen die Eltern das Kind mit nach Hause. Das war im September 2001. Ende Januar 2002 beginnt sich Jaëls Zustand zu stabilisieren. Die lebensbedrohlichen Atemaussetzer hören tatsächlich auf. In den ersten Monaten gab es Phasen, in denen die Eltern das Kind im Fünf-Minuten-Takt mit Sauerstoff versorgen mussten.

Dann geht auch der erste Sommer mit Jaël zu Ende. „Wir wissen nicht, ob weitere dazukommen werden. Aber wir sind erfüllt von Dankbarkeit. Wenn Jaël jauchzt und die Wohnung mit Lebensfreude erfüllt, ist es schwer, unbeteiligt zu bleiben. Jaël hat das Leben genossen. Weil sie sich geliebt wusste. Und diese Liebe machte ihr offenbar Lust auf mehr. Mehr von diesem Leben. Dass ihr Körper nicht für ein langes Leben gemacht war, stand dazu in Konkurrenz. Den Kampf nahm sie auf. Und wir zusammen mit ihr.“

Ihre Mutter sagt: „Ich werde nie Mama aus ihrem Mund hören. Und auch nie ‚Mama, du nervst!‘ Ich werde nicht mit ihr über ein unaufgeräumtes Zimmer streiten müssen. Ich werde sie nicht über ihr gebrochenes Herz nach der ersten großen Liebe trösten können. All diese Dinge gehören zum Elternsein dazu. Aber nicht in unserem.“ Und dann sieht sie Glück: „Das Glück, das mir jeden Morgen zuteil wurde, wenn ich an Jaëls Bett kam und dankbar war, dass sie lebte. Oder wenn wir uns mit unserem Lachen gegenseitig ansteckten und beide nicht mehr aufhören konnten.“

Montag, 1. Dezember 2014: Jaël ist geflogen.

Buch-Tipp

Shabnam und Wolfgang Arzt
Umarmen und Loslassen.
Was wir in 13 Jahren mit unserer todkranken
Tochter über das Leben gelernt haben
Verlag: Ludwig
ISBN: 978-3-453-28099-1

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