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    Daniela Hutter: Freude leben

    An manchen Tagen in dieser Zeit fühlt sich auch die Autorin Daniela Hutter dumpf und leer. Sie glaubt dann zu spüren, wie ihre Lebensfreude verloren geht. Wenn dann noch jemand nach dem „Warum“ fragen würde, hätte sie schon ein paar Antworten parat. Schließlich nehmen wir jeden Tag den Verlust liebgewonnener Gewohnheiten hin.

    Manche klaglos, manche wütend, und manche nachdenklich so wie ich gerade. Denn ich frage mich: Worin besteht meine Lebensfreude und ist sie wirklich von Verlust bedroht? Was ist sie eigentlich? Ist sie eine „äußere“ oder eine „innere“ Präsenz?

    Ich kenne ein Volkslied, in dem man singt: „Ich habe Freude in meinem Herzen, jede Stunde, jeden Tag“. Und das ist eine ganz wunderbare Aussage. Sie besagt: „Freude ist immer da.“ Was passiert also, wenn ich mich als freudlos erlebe? Kann es sein, dass ich dann einfach meinen inneren Zugang zur Freude verschlossen halte? Das wäre schlimm. Denn unbestritten ist, dass eine gute Lebensqualität auch immer das Erleben von Freude voraussetzt. Fühle ich Freude, fühle ich mich gut. Stimmt auch im Umkehrschluss.

    Ich frage mich: Kann man Freude lernen? Kann ich etwas tun, um wieder mehr Freude im Leben zu haben? Kann ein „ich will es“ ausreichen? Oder könnte ich mir mit dem eigenen Wollen sogar im Weg stehen? Verkrampfe ich mich, wenn ich Freude „will“? Jeder kennt Menschen, die von Natur aus ein frohes Gemüt haben. Scheinbar nehmen sie das Leben leichter als andere und haben ein natürliches Talent für Lebensfreude. Beneidenswert! Bei anderen locken vielleicht die Lebensumstände zwangsläufig Freude an. Was macht den Unterschied? Haben sie mehr Geld, haben sie einen besseren Partner, Kinder die weniger schwierig sind, einen Job, der sie mehr erfüllt? Nun ja, das eine oder andere davon könnte der Freude vielleicht schon nachhelfen …

    Aber dann spüre ich in mir die Erkenntnis, dass sich Freude nicht an äußere Umstände koppelt. Wie sonst hätte ich auf meinen Charityreisen zu den Slums von Indien feststellen können, dass Menschen, die bitterarm sind, dennoch Freude und Glück ausstrahlen.

    „Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König“, haben wir als Kinder gesungent. Und in diesem Sinne bin ich überzeugt, dass man sich einfach den inneren Zugang zur Freude eröffnen und offenhalten muss. So habe ich mir ein „Programm“ zusammengestellt, die Freude aus meinem Inneren in den Alltag und in das Leben zurückzuholen. Magst du mich bei meinem Experiment begleiten? … und schreib mir gerne von deinen Erfahrungen dazu: info@danielahutter.com

     

    21-Tage-Challenge Nr. 1: der ”bewusste Blick für die kleinen Momente der Freude“ Möglicherweise übersehen wir im Alltag die Anlässe für Freude. Der Tag ist zu voll, die Aufgaben zu viele, die Ansprüche an uns zu groß. Möglicherweise braucht es das bewusste Hinsehen, um „das Wenige“, das Anlass zur Freude gibt wieder zu sehen. In meinem Notizbuch skizziere ich mir ein Raster: 21 aufeinanderfolgende Tage als Zeilen definiert und dann drei Spalten dazu: 1) am Morgen: Worauf ich mich heute freue. Das soll meinen Blick auf das Freudvolle schon am Morgen ausrichten. 2) Welcher kleine Freudemoment mich überrascht hat – das soll meinen Blick für die kleinen Momente wieder trainieren. 3) außergewöhnliche Freudemomente. Da wo „Kleines“ Platz hat, darf auch „Großes“ geschehen. Dies soll mein bewusstes „Ja für mehr“ sein – und mich nicht zu sehr an das Kleine und Bescheidene binden. #augenzwinker. Insgesamt soll diese Sammlung mir von Tag zu Tag mehr bewusst machen, wie viel Freude mich umgibt.

    21-Tage-Challenge Nr. 2: Deine Freude ist meine Freude Ich mag es ja, und Diarys zu führen. Wenn ich schreibe, verstärke ich meine Wahrnehmung und mein Bewusstheit für die Dinge des Lebens. Deshalb habe ich in meinem Notizbuch eine zusätzliche Seite: Hier notiere ich die Freude- und Glücksmomente, die ich bewusst für mein Umfeld, also andere Menschen erschaffe. Denn geteiltes Glück und geteilte Freude ist vielfache Freude. Das kann eine Einladung zu einem gemeinsamen Spaziergang sein, eine Karte, die ich schreibe, ein Telefonanruf, ein selbstgebackener Kuchen als Geschenk u.v.a. mehr.

    Den ganzen Artikel können Sie im ENGELmagazin Mai/ Juni 2021 lesen.

     

    Mehr Unterstützung und Rituale von Daniela Hutter zu den Themen des Alltags: „Das Yin-Prinzip – Entdecke deine weibliche Essenz“; erschienen im Goldmann-Verlag. Yin-Karten-Set der neuen Weiblichkeit (erhältlich unter www.danielahutter.com)

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    Mein Tagebuch der Hoffnung von Karina Wagner

    Gemeinsam mit dem wundervollen Engelmagazin darf ich ein tägliches Tagebuch der Hoffnung mit dir teilen.

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