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    Glennyce Eckersley: Der verborgene Engel

    Die meisten Menschen, die an Engel glauben, würden wohl zustimmen, dass es viele Formen des Eingreifens und der Ermutigung gibt. Die Autorin Glennyce Eckersely hat in der Tat schon über sehr viele wahre Geschichten von Engeln geschrieben, die auf eine Art und Weise erschienen sind, die wir uns nie hätten vorstellen können.

    Oft gibt es Zeichen von Engeln, die wir nicht sofort erkennen. Oft sind es Zeichen in der Natur, wie eine Wolkenformation, ein frostiges Muster oder ein bestimmtes Verhalten unserer Haustiere. Es ist aber meistens so, dass Engel-Erfahrungen auf unsere Lebensumstände „zugeschnitten“ sind und sich auf eine Weise zeigen, die wir verstehen. Ich denke, dies wird durch die Geschichte veranschaulicht, die ich jetzt mit Ihnen teilen möchte. Diese Geschichte hat eine Freundin meiner Familie erzählt, und obwohl es sich um eine einfache Geschichte handelt, hat sie sich als sehr bewegend für die betroffene Dame erwiesen.

    Avril war der Meinung, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens sehr viel Glück hatte. Sie hatte eine wunderbare Kindheit, ein gemütliches Zuhause mit liebevollen Eltern. Sie hatten immer genug Geld, um ohne Sorgen leben zu können. Essen gab es reichlich, und im Rahmen der Möglichkeiten konnte Avril fast alles haben, was sie wollte. In einem großen Dorf aufzuwachsen war besonders schön und lustig. Obwohl Avril keine Geschwister hatte, gab es im Dorf viele Kinder in ihrem Alter und es fehlte ihr nie an Freunden zum Spielen.
    Das Haus der Familie war ziemlich groß und hatte einst ihren Großeltern gehört. Der Garten bot Avril und ihren Freunden viel Platz zum Toben und alles in allem verlief das Aufwachsen ohne Probleme oder Ängste. Ich denke, dass dies auf viele Menschen zutrifft, aber Umstände können sich ändern und plötzlich kann das Leben eine Wendung nehmen, die das Glück davor wie einen Traum erscheinen lässt. Die Realität des Erwachsenenlebens erweist sich manchmal als hart. Nach drei Jahren an der Universität begann Avril in einem großen Einzelhandelsgeschäft zu arbeiten, und zwar in der Computerabteilung. Es war viel los, und obwohl es stressig sein konnte, waren die Menschen, die Avril als Arbeitskollegen hatte, freundlich und sehr nett.

    Avril heiratete schließlich und sie und ihr Mann konnten sich ein schönes Haus in einer nahe gelegenen Stadt kaufen. Es war nicht so groß wie das Haus ihrer Kindheit, aber trotzdem komfortabel und elegant. Mit der Zeit gelang es ihnen, das Haus geschmackvoll einzurichten, und sie waren mit ihrem Lebensstil sehr zufrieden. Sie konnten nicht ahnen, welche Schwierigkeiten auf sie zukommen würden. Denn langsam, aber sicher geriet das Land in eine Rezession. Bald kamen viele Unternehmen in Schieflage und mussten schließen; Menschen wurden arbeitslos. Auch Avril und ihr Mann verloren ihre Arbeit, und sie sahen sich gezwungen, ihr schönes Haus zu verkaufen.
    Sie mussten in eine weniger wohlhabende Gegend umziehen und fanden schließlich ein kleines Häuschen, das zwar ganz nett war, aber viele Reparaturen benötigte. Sie bemühten sich, ihren Frohsinn nicht zu verlieren, und kauften jede Menge Farbe, um alles zu verschönern. Im Schlafzimmer befanden sich viele Holzmöbel, die von den Vorbesitzern zurückgelassen worden waren; leider waren sie in unansehnlichen Farben gestrichen! Ein großer Schrank mit einer starken Tür beherrschte den Raum, und Avril fand, dass er ganz nett aussehen könnte, wenn die schreckliche Farbe entfernt werden würde. Sie saß mit einem Spachtel vor dem Schrank und machte sich an die Arbeit, als plötzlich ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit über sie hereinbrach. In Tränen setzte sich in Avril die Befürchtung fest, dass das Leben nie wieder so sein würde wie früher. Warum also die ganze Mühe? Trotzdem legte sie mit der Arbeit an den Schranktüren los, und als die Farbe verschwand, kam ein schönes helles Holz zum Vorschein, dessen Maserung sich zu einem Muster verband.

    Nachdem sie die gesamte Farbe entfernt hatte, wischte Avril die große Tür ab und lehnte sich zurück, um das Ergebnis zu bewundern. Dann erschrak sie über den Anblick, der sich ihren Augen bot. In der Maserung des Holzes war die Form eines großen, perfekt geformten Engels zu sehen! Ein Arm des Engels schien ihr zuzuwinken, und Avril spürte, wie ihr Herz schlug. Instinktiv spürte sie, dass dies ein Zeichen war, das ihr sagen sollte, dass alles gut werden würde, sie müsste nur auf die Engel vertrauen. Der verborgene Engel hatte sich zu einem Zeitpunkt offenbart, als sie ihn am meis­ten brauchte.

    Ich wünschte, ich könnte Ihnen sagen, dass plötzlich alles gut wurde, aber das kann ich leider nicht. Das Ganze ist erst ein paar Wochen her, und ich denke, es wird noch etwas Zeit brauchen, bis sich für Avril alles zum Besten fügt. Da ich jedoch weiß, wie oft solche Engelsymbole das Glück zurückgebracht haben, bin ich überzeugt, dass Avril auf eine gute Zukunft hoffen kann. Und ich freue mich darauf, eines Tages eine glückliche Avril zu besuchen und den Schrank mit dem Engel zu bestaunen.

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