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Kino-Tipp: An den Rändern der Welt

Was können wir tun, um die Schönheit und Vielfalt dieser Erde zu erhalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Film: „An den Rändern der Welt“

An den Rändern der uns bekannten Welt leben sie, die letzten indigenen Gemeinschaften – fernab der Zivilisation, und doch betroffen von ihren Folgen. Bevor auch diese letzten indigenen Lebensweisen dem stetigen Vordringen der Globalisierung weichen müssen, ist der Fotograf und Greenpeace-Aktivist Markus Mauthe zu ihnen gereist – mit dem Ziel, die Schönheit ihrer Kulturen für uns sichtbar zu machen.

Die Reise führt vom Südsudan und Äthiopien zu den Seenomaden nach Malaysia und den Indios im brasilianischen Mato Grosso, die angefangen haben, sich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums zu wehren.

Markus Mauthe feiert seit Jahren nicht nur mit seinen Bildern, sondern auch mit seinen Reisevorträgen große Erfolge. Nun hat er sich erstmals von einem Filmteam begleiten lassen und einen Einblick in seine Arbeit gewährt. Das Ergebnis ist ein Film mit nahen, unverstellten Begegnungen in wunderschönen Bildern – und ein Appell für den Erhalt der indigenen Lebenswelten, die ohne unser entschlossenes Umdenken und Handeln dem Untergang geweiht sind.

„Bald schon wird die westliche Zivilisation in alle Ecken unserer Erde vorgedrungen sein, und niemand ist mehr übrig, von dem wir lernen können“, meint Markus Mauthe. Wer darf darüber entscheiden? Und was können wir tun, um die Schönheit und Vielfalt dieser Erde zu erhalten?

Regisseur Thomas Tielsch: „Der Film führt uns in die abgelegensten Teile der Erde und zu den Menschen, die dort leben. Das sind fragile Gesellschaften in ebenso fragilen Lebensräumen, deren Ende nahe zu sein scheint. Doch die Stationen unserer Reise bringen uns auch Schritt für Schritt wieder zurück in unsere Welt: Nomaden werden sesshaft, Indios tief in den Wäldern des Amazonas sehen fern, andere verteidigen ihren Lebensraum mit internationaler Hilfe. Der Film beschreibt also auch die wachsende Anpassung indigener Lebensweisen an die westliche Zivilisation.

In den allermeisten Fällen geschieht diese Anpassung nicht freiwillig. Sie ist Folge von kulturellen und wirtschaftlichen Verdrängungsprozessen; den Menschen werden ihre Lebensgrundlagen schlicht weggenommen oder zerstört, und Kulturen, die sich seit mythischen Zeiten als Mittelpunkt ihrer Welt begriffen haben, finden sich plötzlich als rückständige, marginalisierte Grüppchen buchstäblich am Rande einer fremden Welt wieder. Einer Welt, die von unserer westlichen Lebens- und Wirtschaftsweise geprägt und angetrieben ist und die ihre Welt verschlingen will.

So wäre das eigentlich eine traurige Geschichte, und es ist auch eine traurige Geschichte. Aber es ist viel mehr als das. Es ist auch die Geschichte einer Reise zu freundlichen und lebensklugen Menschen, die uns an ihren unglaublich vielfältigen und erstaunlichen Lebensäußerungen und Traditionen bereitwillig teilhaben lassen.

Kinostart in Deutschland: 1. November 2018
Hier finden Sie den Trailer:

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