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Kino-Tipp: „Die Schule auf dem Zauberberg“

Reichtum und Macht sind kein Garant auf Glück und schon gar kein Garant darauf, seinen Platz im Leben zu finden. Das beweist eindrucksvoll die Dokumentation  „Die Schule auf dem Zauberberg“, die die Sprösslinge der reichsten Familien der Welt auf ihrem Weg durch ein exklusives Schulleben begleitet.

Sie sind die zukünftige Elite: Die Sprösslinge der reichsten Familien der Welt – aufgewachsen im Überfluss und sicher eingebettet in ein Leben voller Geld, Genuss und Luxus. Was den jungen Heranwachsenden jedoch fehlt: der eigene Erfolg. Durch den Besuch des exklusivsten Internats der Welt – der Schule auf dem Zauberberg – soll sich das ändern. Es handelt sich um die Leysin American School, die jährliche Schulgebühr beträgt stolze 83 000 Euro, was erklärt, warum nur bestimmte Eltern sich diese Schule leisten können. Die Eltern versprechen sich davon beste Startvoraussetzungen für den Nachwuchs, und das wiederum sorgt für Druck auf die Kinder und Jugendlichen, die dort zur Schule gehen. Beispielhaft wird Berk näher vorgestellt. Er ist Einzelkind und Einzelgänger, der sich insgeheim nach seinen Freunden und einem beschaulichen Leben in seiner Heimat Istanbul sehnt. Doch er hat die Rechnung ohne seinen Vater gemacht, der sein Leben schon jetzt in allen Einzelheiten durchgeplant hat. Als es um Berks Noten jedoch schlecht steht, streicht ihm sein Vater das Geld. Der Druck wächst. Reicht die Zeit aus, um das Ruder noch herumzureißen und den Schulabschluss zu schaffen? Und wie findet man eigentlich heraus, wofür man im Leben brennt, was einen glücklich macht? Geld ist kein Garant für Glück und Erfüllung…

Regisseur Radek Wegrzyn charakterisiert Berk und seine Familie so: „Berks Vater ist ein Alpha, er ist hart und fordernd gegenüber Berk, weil er sich gegenüber mindestens genauso hart ist. Er hat zusammen mit seinem Bruder das Familiengeschäft von Null aufgebaut, sein eigener Vater hatte ihm einzig seinen guten Namen vererbt. Berk ist das, was ich eine „alte Seele“ nenne. Und obwohl er ein siebzehnjähriger Teenager ist – mit allem, was dazugehört – zeigt er ab und an eine Reflexion und Wahrnehmung, die jemandem viel Älteren zuzuschreiben ist. Gleichzeitig kämpft er – mit seinem Vater, der Schule und vor allem mit sich selbst. Berk sieht die Welt nicht so, wie er sie vermittelt bekommt, sondern auf seine ganz eigene, teils skurrile, teils reflektierte und immer mitfühlende Art und Weise. Im Englischen gibt es den Begriff „to march to the beat of your own drum“, übersetzt bedeutet das etwa „zum Takt der eigenen Trommel zu marschieren“. Diese Beschreibung trifft hundertprozentig auf Berk zu. Und solche Menschen sind selten zu finden. Ich hoffe, Berk bewahrt sich diese einzigartige Sicht auf die Welt, weil es nicht erlernt werden, aber sehr wohl verloren gehen kann. Und wir brauchen mehr solcher Menschen.“

Kinostart in Deutschland: Ab 28. Februar
Hier finden Sie den Trailer:

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