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Meditieren in der Natur – so legst du dir deinen eigenen Zen-Garten an

Bald werden wir die kalten Temperaturen wieder los sein und wir können uns wieder der Natur widmen. Das Draußen-Sein gibt uns nämlich innere Ruhe und lässt uns entspannen. Vor allem eine Meditation an der frischen Luft kann unser Innerstes ins Gleichgewicht bringen, besonders dann, wenn man im eigenen Zen-Garten Achtsamkeit ausüben kann.

Solche japanischen Gärten oder Bereiche in deinem Garten helfen dir, Stress, Ärger und Sorgen abzubauen und auf diese Art und Weise gesund zu bleiben. Selbst dann, wenn du nicht viel Platz hast, lässt sich ein Zen-Garten mit ein paar einfachen Mitteln anlegen.

Der Sinn von Zen

Der Zen-Garten hat seinen Ursprung in Japan. Im 12. Jahrhundert adaptierte das Volk eine Religion aus China, den Zen-Buddhismus, dem heute die meisten Japaner angehören. Neben der traditionellen Teezeremonie, Kaligrafie, Kampfkunst, Flötenspiel oder dem arrangieren von Blumen, ist die Pflege des Zen-Gartens ein weiterer Weg, um den Zen-Buddhismus zu praktizieren.

Im Japanischen nennt man den Garten auch Kare-san-sui. Übersetzt heißt es so viel wie „trockene oder ausgetrocknete Landschaft“. Der klassische Zen-Garten ist ein Steingarten, Trockengarten oder ein Trockenlandschaftsgarten. Erlaubt sind Kies, Steine, Felsbocken sowie Moos. Wasser wird durch Wellenformen im Kies angedeutet. Den Zen-Garten zu betrachten und zu pflegen ist ein großer Teil der Meditation.

Den Zen-Garten anlegen

Es gibt hierbei zwar nicht so viele Grundprinzipien für dich zu beachten, aber bei denen, die existieren, solltest du mit sehr viel Sorgfalt vorgehen. Nur mit dieser Sorgfalt, die seit Jahrhunderten bis zur Perfektion von den Anhängern und Mönchen des Zen-Buddhismus praktiziert wurde, kannst du die harmonische Wirkung für deinen Geist erzielen.

Zunächst solltest du einen Bereich in deinem Garten definieren, der zum Zen-Garten umgewandelt werden soll. Am besten machst du dir im Vorfeld schon eine Skizze, in der du grob festhältst, wie das Areal am Ende aussehen soll. Dabei kannst du direkt schon die Maße festlegen.

Später solltest du darauf achten, dass keine Pflanzen in deinen Zen-Garten hineinragen, die deine Meditation stören könnten. Hier kannst du deinen Garten aber mit entsprechenden Geräten immer schön sauber halten.

Mit Stäben und einer Schnur steckst du die vorgesehene Fläche in deinem Garten ab und hebst den Bereich etwa 20 Zentimeter tief aus. Darüber legst du eine Plane oder ein Vlies, damit kein Unkraut hochwächst und du deinen Akku-Rasentrimmer etwas schonen kannst.

Die Fläche wird anschließend mit Kies oder Sand befüllt. Einzelne Akzente setzt du mit einer Moos-Bepflanzung oder auch einem Bonsai. Andere Pflanzen sollten deinen Zen-Garten lediglich eingrenzen. Zum Vervollständigen verteilst du fünf bis sieben größere Steine oder Felsen auf der Kies-Fläche. Es soll den Eindruck erwecken, dass die willkürlich positioniert wurden. Als letztes fehlt noch ein geeigneter Rechen sowie ein Werkzeug, um den Sand wieder zu glätten, und schon ist dein eigener Zen-Garten bereit zum Meditieren.

Kies oder Sand harken

Das Harken und die Pflege deines Gartens machen einen großen Teil der Meditation aus. Der Kies und der Sand symbolisieren das Wasser. Die Steine symbolisieren Berge, Inseln oder auch Klippen. Das Moos kann Sinnbild für das Alter sein und der Baum steht für das menschliche Leben. Der Rechen verkörpert den Wind.

Mit dem Harken von Linien in die Fläche symbolisierst du den Fluss und die Bewegung des Wassers. Ziel ist es die Perfektion dieser Linienführung zu erreichen und so die innere Erleuchtung zu erlangen. Wenn du am Ende wirklich sehr geübt im Rechen des Sandes bist, kannst du versuchen, Linien ohne Anfang und ohne Ende zu ziehen.

Zen-Garten auf dem Balkon oder in der Wohnung

Nicht jeder hat einen eigenen Außenbereich zur Wohnung, um einen Zen-Garten anzulegen. Doch es muss nicht unbedingt immer eine große Fläche zur Verfügung stehen. Einen Zen-Garten kannst du beispielsweise auch auf deinem Balkon anlegen. Hier kannst du eine Flache Schale aufstellen, die mit Sand oder mit Kies gefüllt wird. Die Größe der Schale hängt ganz vom Platz ab, den du hast.

Darin werden kleinere oder größere Steine in ungerader Menge willkürlich platziert. Als Pflanzen dienen Moos, japanische Ziergräser oder kleinere Bonsai-Bäume.

Auch in der Wohnung ist ein Zen-Garten nicht ausgeschlossen. Hier kannst du dir ebenfalls mit einer Schale oder einem Tablett behelfen, das mit Sand oder Kies gefüllt wird. Besonders wichtig ist dabei genügend Tageslicht.

Meditationstechniken

Die zentrale Übung im Zen-Buddhismus ist das sogenannte „Zazen“. Genauso wie bei anderen Meditationstechniken konzentrierst du dich dabei auf deine Atmung. Du sitzt im Schneidersitz auf einem Kissen, wobei deine Knie seitlich den Boden berühren sollen. Dein Becken ist leicht nach vorne geneigt, deine Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form. Deinen Kopf hältst du aufrecht, dein Blick geht in Richtung Boden. Die Hände liegen nach oben geöffnet in deinem Schoß. Die Daumenspitzen berühren sich. Daumen und Zeigefinger bilden ein Oval.

Du konzentrierst dich voll und ganz auf deine Atmung. Gedanken, die auftauchen lässt du vorbeiziehen, wie Wolken am Himmel. Diese Art der Meditation soll dich zu einem erwachten Dasein führen. Es ist laut den Lehren des Zen-Buddhismus der Weg zu Mitgefühl, Weisheit, zum richtigen Handeln, Denken und Sprechen.

Bild: unsplash.com, © Masayoshi Yanase

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