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    Nikola Adler: Warum ich tue, was ich tue

    Nikola Adler ist Lehrerin oder besser Herzenswegbegleiterin für die wunderbaren Seelen ihrer Schüler und möchte die Schule verändern. Eine Schule, in der Kinder angenommen werden, wie sie sind, und in der Verständnis, Liebe, Achtsamkeit, Halt und Selbststärkung im Fokus stehen. So machen wir unsere Welt zu einem helleren Ort.

    Es ist schon spannend, wie wir geführt werden. Manch scheinbare Umwege oder Hindernisse werden zu Wegweisern, damit wir unseren Platz einnehmen können,
    um zu leuchten. Intuitiv Wege zu begleiten, die dann zu Herzenswegen werden.
    Auch in der Schule.

    Tief bewegt wurde ich von der Liebe, ständig und immer wieder in meinem Leben. Ich bin voller Dankbarkeit und Freude, dass mein Weg, der über viele Steine, Tiefen und Täler führte, mich immer mehr zu mir gebracht hat und mich zu der gemacht hat, die ich heute bin.

    Viele Jahre fühlte ich mich ausgegrenzt. Ich war irgendwie anders, nicht cool. Manchmal fühlte ich mich regelrecht langweilig. Leider sahen das damals meine MitschülerInnen ebenso. Ab der 5. Klasse begleitete mich die Ausgrenzung, heute würde man es als Mobbing bezeichnen. So wurde ständig laut über mich gelästert, ich wurde ausgeschlossen oder im Schulbus nach unten gedrückt, um mich am Aussteigen zu hindern.
    Zeitweise zerbrach ich innerlich, zeitweise spürte ich eine unbändige Kraft. So zog ich z. B. Neonklamotten an, die schon längst out waren, nur um mein Selbstbewusstsein zu stärken. Außerdem war ich voller Mitgefühl, auch z. B. mit den Wespen, die meine Mutter im Wintergarten eingesaugt hatte. Kurzerhand lies ich sie wieder frei. Ich sprach mit Autos, Bäumen, Spielsachen – überall entdeckte ich eine Seele. Kurzum, meine Welt war bunt und manchmal auch bedrohlich.

    Es half mir, all meine Erfahrungen aufs Papier zu bringen. Kaum konnte ich schreiben, schrieb ich Briefe – an Gott. Bereits damals fühlte ich seine Präsenz und die Präsenz der wunderbaren Engel, die uns begleiten. Das sorgte auch dafür, dass ich mich für den Beruf der Grundschullehrerin entschied und als Hauptfach Religion wählte. Menschen, die sich immer wieder gegenseitig verletzten, Ausgrenzungen – da musste man doch was machen können? Und das wollte ich!
    Auch in den Kindern das Verständnis erwecken, dass alle Religionen über den selben Kern sprechen, die Liebe.

    Die Welt zu einem helleren Ort machen. Ich war nicht zerbrochen am Mobbing. Es gehörte zu meiner Geschichte dazu, wie jede wunderbare Begegnung mit heilsamen Seelen, die sich der Schulzeit anschloss. Ich lernte mit Gottes Hilfe zu vergeben und meine Liebe für mich selbst zu spüren.

    In meinem Referendariat scheiterte ich beinahe an einer schrecklichen Erfahrung. Ich spürte mich eines morgens nicht mehr. So nahm ich beim Duschen das Wasser auf meiner Haut nicht mehr wahr. Ich war nicht mehr da, aber wo war ich? Das fühlte sich so schrecklich bedrohlich an, dass ich mir wünschte, gehen zu können. Monatelang litt ich unbeschreiblich, hatte Ängste, war ständig in Gedanken, war nicht mehr da. Gleichzeitig begleitete ich meine geliebte Oma beim Sterben, anscheinend ging ein Teil meiner Seele mit. Doch da lernte ich meine geistige Heilerin kennen. Nach sieben Monaten Leidenszeit schaffte sie es mit einer einzigen Sitzung, mich wieder in meinen Körper zu bringen.
    Ich war zutiefst dankbar und fing ein neues Leben an, was ich ganz der Spiritualität widmete. Jedes Seminar, jede Begegnung, jeder Film, gab mit das Gefühl zuhause zu sein. Besonders faszinierte mich der Tod. Vor allem nachdem ich einen nahen Freund durch einen Autounfall verloren hatte. Ein Medium erzählte in einer Sitzung über Dinge, die nur er wusste. Da begriff ich, dass er noch da war. Ich verlor meine Angst vor dem Tod und konnte endlich anfangen, befreit zu leben mit der großen Mission, die Liebe sowohl in die Schule als auch in die Welt zu bringen.

    Meine SchülerInnen spürten das. Jeden einzelnen hatte ich im Herzen. Schnell verstand ich, dass diese Beziehungsebene der Schlüssel zu ihnen war. Jedes Kind da abzuholen, wo es steht und mit all seinen Gefühlen ernst zu nehmen. Natürlich kann ein Kind nicht lernen, wenn sich gerade Mama und Papa fürchterlich gestritten haben oder wenn es Zuhause kaum Zuwendung erfuhr. Da hilft kein Druck, der erzeugt nur Gegendruck. Als Herzensbildungsmentorin gebe ich meine Erfahrungen in meinem Seminar „Herzensbildung in der Grundschule“ an Pädagogen weiter, die auch das Schulsystem verändern möchten. Wer weiß vielleicht erfüllt sich ja noch meine Vision von einer neuen Schule.
    Ein offenes Ohr haben, Verständnis, Ermunterung – und es klappte jedes Mal. Gleichzeitig wuchs ich auch spirituell. So ließ ich von einer Heilerin mein drittes Auge öffnen und gab Sitzungen, die die Menschen wieder in ihr Herz brachten. So viele Menschen sind nicht in ihrem Körper, nicht geerdet, nicht in ihrer Selbstliebe, in tiefer Trauer oder Abhängigkeiten. Zuerst fing ich an, Sitzungen im Freundeskreis zu geben.

     

    Lesen Sie den ganzen Artikel von Nikola Adler und Ihren Schülern im ENGELmagazin Januar/ Februar 2022.

    Hier finden Sie Videos von Nikola Adler und Ihren Schülern. Eine berührende Geschichte namens „Lichtgeschenke“ und die Geschichte über den kleinen Stern.

     

    Info für dich
    www.geh-deinen-herzensweg.de
    Buch von Nikola Adler: „Marie und die Geheimnisse des Lebens“, Schirner Verlag
    CD von Nikola Adler: „Drachenkraft & Zaubertrank“, Stark-Mach-Meditationen für Kinder, Schirner Verlag
    CD ist auch erhältlich in unserem Shop: www.MONDHAUS-SHOP.de
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