Manuela Sibitz: Finde dich selbst – durch die Zeit!

Hast du dich jemals gefragt, wer du in einem früheren Leben warst? Welche Erfahrungen, Lektionen und Geheimnisse in dir schlummern?

Rückführungen in frühere Leben

von Manuela Sibitz

Jede Seele durchläuft viele Leben, um zu lernen und zu wachsen. Wir sind Teil der Natur und als solches auch einem wiederkehrenden Zyklus von Geburt und Tod unterworfen. Die Wiedergeburt, auch Reinkarnation genannt, ist der Übergang der Seele eines Menschen in einen neuen Körper. Damit einher geht auch der Schleier des Vergessens, der sich über uns legt und es ermöglicht Erfahrungen zu machen, ohne sich seiner selbst bewusst zu sein.

Die aktuellen hohen Frequenzen wirken beschleunigend, die Schleier sind beweglicher geworden und es bedarf oft nur wenig, um die Geheimnisse dahinter zu entdecken.

So war es auch bei mir, dass ein ungeplanter kleiner Windhauch mir erlaubte, eine Reise in meine Vergangenheit zu unternehmen, tief in mein eigenes Überbewusstsein einzutauchen und verborgene Erinnerungen zu entdecken. Gerne lasse ich dich teilhaben an meine erste Reise in ein altes Leben ….

Meine Reise in die Vergangenheit

Mich „zurück zu erinnern“ zaubert mir ein Lächeln auf meine Lippen, denn ich denke noch gerne daran wie es war, als ich mich erinnern konnte, als ich sehen konnte, als ich erkennen konnte, als Vieles heilen konnte. Der Abend versprach nichts Ungewöhnliches. Zeit zu viert. Zwei Pärchen, die gerne in Austausch waren, die sich gut verstanden und sich trafen.

Wir saßen bei gedämmtem Licht zusammen. Der wunderschöne Tisch, an dem meine Freundin Anita und ich uns gegenüber saßen. Die Zeitreise eines Baumes als Tischplatte, mit sichtbaren Jahresringen, Unebenheiten, Unvollkommenheit und doch vollkommen. Neben uns unsere Männer, vertieft in ein Gespräch über Technik.

Ich schaute meine Freundin an, ein warmes Gefühl im Herzen der Zuneigung zu ihr, zu diesem gemeinsamen Sein. Es war tiefe Verbundenheit auf den ersten Blick, als wir uns kennen lernten. Verstehen ohne Worte, Vertrautheit und das Gefühl sich schon ewig zu kennen. Gibt es Freunde, die dich über viele Leben hinweg begleiten? Die immer wieder Teil deines Lebens sind? Die sich magnetisch anziehen? So war es bei uns. Wir wussten nicht, was uns in diese Straße zog, wo wir jetzt beide wohnen, warum wir spürten uns hier nieder lassen zu müssen. Bis zu dem Moment als wir uns (wieder) begegneten. Wir suchten uns und wir fanden uns, als Nachbarinnen.

Am besagten Abend, nichtsahnend, schaute ich meiner Freundin Anita in die Augen und plötzlich fand ich mich in einer anderen Zeit und an einem anderen Ort wieder. Zwischen uns ein Bild, dann ein Film, wie eine durchsichtige Leinwand, auf die ich sehen und hindurchsehen konnte. Ich war erstarrt, sah meine Freundin an, die ebenfalls mit aufgerissenen Augen zu mir sah. Wir vergewisserten uns gegenseitig, dass der andere das ebenfalls „wahr nahm“ und es sehen konnte. Unsere Männer neben uns waren wie in einer anderen Welt, vertieft in ihrer, uns nicht beachtend. Wir tauchten währenddessen gemeinsam ein in unser altes Leben.

Ich sah mich selbst als junge Nonne in einem kleinen, malerischen Dorf. Ich war abends unterwegs, heimlich, verstohlen, mich umblickend, auf dem Weg zu einer „Engelmacherin“. Ich sah und gleichzeitig wusste ich – einfach alles. Die Luft war frisch, und ich konnte die Farben und Geräusche des Waldes um mich herum wahrnehmen. Es war eine Zeit, in der die Menschen noch einfach lebten, an die Kraft der Natur glaubten, aber auch eine Zeit, die von Härte und Brutalität geprägt war.

Ich begegnete meiner Freundin Anita, ja sie war es. Aber ihr Äußeres war das einer alten Frau, in zerfledertem einfachem Gewand. Sie bat mich in ihre Hütte, einen Blick der Vorsicht und Angst in ihren Augen. Ich ging mit, wir beide wussten was mich hierher brachte. Es durfte nicht sein, es durfte keiner wissen. Jetzt sah man es noch nicht, es war noch früh genug. Ich sah mich auf einem Tisch liegen, ähnlich dem, auf dem wir im Heute mit unseren Männern saßen, die Röcke hinauf geschoben und die Augen zusammen gekniffen. Ich sah eine Art Astbüschel, mit dem sie versuchte, mich zu befreien von dem Resultat der Sünde. (Erst später fand ich durch Recherche heraus, dass im Mittelalter die Eibe und das darin enthaltene Gift Taxin zum Zweck der Abtreibung verwendet wurde.)

Wir beschrieben beide die gleichen Dinge, es war faszinierend. Man könnte meinen unsere Männer hätten uns gehört, hätten überrascht ihr eigenes Gespräch unterbrochen. Aber nein, wie magisch blieb diese gemeinsame Reise verborgen, nur sichtbar für uns.

Anita und ich tauschten uns aus über das Innere der Hütte, die Kleidung, die Möbel, die Wandbehänge, die Gerüche. Wir staunten wie kleine Kinder, die das erste Mal im Vergnügungspark waren. Alles im Außen ausblendend, staunend berichtend was man sieht. Ich spürte einen Schmerz im Unterleib. Wie konnte das sein? War es möglich Vergangenes zu sehen und zu spüren? Der Schmerz war erträglich, aber zeigte mir, was ich erlebt haben musste. Und die Erkenntnis traf mich wie einen Schlag: Ich starb bei dem Versuch meine Schande auszulöschen. Anita ließ einen leisen Schrei los, gefangen in den Bildern unseres alten Lebens. Sie sprach aus, was ihr altes Ich ebenfalls ausgesprochen haben musste: Wie konnte das passieren? Das war ihr noch nie passiert, es hat doch immer funktioniert. Was soll sie jetzt nur machen?

Ein Schleier der Weisheit und Einsicht legte sich über mich, gleichzeitig mit dem Tod, den ich damals fand. Ich wusste, warum wir dieses alte Leben sehen sollten. Ich wusste, was dies mit meinem jetzigen Leben zu tun hatte, war gleichzeitig berührt von der Stärke und Intensität meiner Gefühle und Erkenntnisse. Meiner Freundin, nein der „Engelmacherin“, war dieses Wissen nicht zu Teil. Wir sahen, dass sie vom Pöbel verfolgt und getötet wurde. In ihrem Dahinscheiden, in ihren letzten Minuten, wurden Dinge ausgesprochen, Personen verwünscht. Trauer, Ärger und Wut dominierten. Das alles wurde mitgenommen, nicht dort gelassen.

Es war jetzt die Zeit reif zu erkennen und zu begreifen. Diese Erfahrungen haben uns geprägt, über Raum und Zeit hinweg. Wir waren überwältigt von den Emotionen und Einsichten, die wir gewonnen hatten. Ich fühlte mich, als hätte ich ein Stück von mir selbst wiederentdeckt. Es ergab auf einmal alles so viel Sinn. Zu verstehen, was ins alte Leben gehörte, ich ins Heute mitgenommen habe, um es aufzulösen, um es hinter mir zu lassen, um bewusster meinen Weg weiterzugehen, befreit von Altlasten.

Ich bin dankbar für diese Erfahrung, dieses Geschenk des Himmels – in zweifacher Hinsicht. Ich konnte die Lehren, die ich daraus gezogen habe, in mein jetziges Leben integrieren. Es ist nie zu spät, sich selbst besser kennenzulernen und die Verbindungen zu unseren vergangenen Leben zu erforschen. Und als Draufgabe fand ich dadurch meine Berufung, meine Begabung Menschen in frühere Leben zu begleiten, sie anzuleiten zu sehen und zu erkennen. Das war der Start meiner Arbeit als Rückführungsleiterin. Geführt von meinem höheren Selbst und der lichtvollen geistigen Welt wusste ich was zu tun war, wie es zu tun war, welche Worte es braucht, was im Licht aufgelöst und mit Liebe aufgefüllt werden darf.

Die Methoden der Rückführung

Neben der von mir beschriebenen Form der Rückführung, die ich in die Kategorie der Meditation einordnen möchte, gibt es noch weitere Methoden, um in frühere Leben einzutauchen:

  1. Geführte Tiefenentspannung: Dies ist die am weitesten verbreitete Methode. Ein Rückführungsleiter führt die Person in einen tiefen Entspannungszustand, in dem der Klient Zugang zum eignen Überbewusstsein hat und Erinnerungen alter Reinkarnationen abrufen kann.
  2. Meditation: Einige Menschen versetzten sich selbst in einen meditativen Zustand oder nutzen geführte Meditationen, um sich selbst zurückzuführen. Diese Methode ist mit steigendem Bewusstsein eine einfache und schnelle Art der Rückschau.
  3. Traumdeutung: Auch unsere Träume können möglicherweise Hinweise auf frühere Inkarnationen enthalten. In einem halbwachen Zustand, ähnlich der Tiefenentspannung, erscheinen uns Verbindungen und Dinge oft klarer.
  4. Kreative Ausdrucksformen: Kunst, Schreiben oder andere kreative Aktivitäten können ebenfalls als Mittel zur Rückführung dienen. Indem Menschen ihre Gedanken und Gefühle ausdrücken, können sie möglicherweise Erinnerungen an frühere Leben entdecken.

Die Vorteile von Rückführungen

Rückführungen in alte Leben bieten eine spannende Möglichkeit, sich mit der eigenen Seele und den Erfahrungen, die sie geprägt haben, auseinanderzusetzen. Ob als therapeutisches Werkzeug oder als spirituelle Praxis, die Reise in die Vergangenheit birgt viel Wertvolles auf dem Weg zur All-Liebe:

  1. Selbstverständnis: Viele Menschen berichten, dass sie durch Rückführungen ein besseres Verständnis für ihre gegenwärtigen Lebensumstände und Herausforderungen gewinnen. Sie können Muster erkennen, die sich über mehrere Leben hinweg wiederholen.
  2. Heilung von emotionalen Wunden: Rückführungen können helfen, tief verwurzelte emotionale Probleme zu identifizieren und zu heilen. Indem Menschen sich mit ihren früheren Erfahrungen auseinandersetzen, können sie oft alte Wunden schließen und Frieden finden.
  3. Spirituelles Wachstum: Für viele ist die Rückführung eine Möglichkeit, spirituelles Wachstum zu fördern. Sie können Lektionen aus früheren Leben lernen und diese Erkenntnisse in ihr gegenwärtiges Leben integrieren.
  4. Erweiterung des Bewusstseins: Rückführungen können das Bewusstsein für die eigene Existenz und die Verbindung zu anderen Seelen erweitern. Dies kann zu einem Gefühl der Einheit und des Verständnisses für die menschliche Erfahrung führen.
  5. Lichtvolle Begegnungen: Ein weiterer Aspekt der Rückführung ist die Möglichkeit, sich mit spirituellen Führern oder verstorbenen Angehörigen zu verbinden. Tiefe, heilende Verbindungen, die Trost und Klarheit bringen, das Gefühl der Zugehörigkeit und des Verständnisses fördern.

Praktische Tipps für Interessierte

Es ist wichtig zu betonen, dass Rückführungen nicht für jeden geeignet sind. Menschen, die an schweren psychischen Erkrankungen leiden, sollten vor einer Rückführung Rücksprache mit einem Experten halten.

Wenn du daran interessiert bist, eine geführte Rückführung auszuprobieren, gibt es einige Dinge, die du beachten solltest:

  1. Wähle einen Rückführungsleiter aus dem Herzen: Ich könnte jetzt empfehlen, eine qualifizierte Person mit entsprechender Ausbildung, viel Praxis und Weiterempfehlungen zu wählen. Das könnte der richtige Weg sein. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, mich auf mein Herzgefühl und meine Intuition zu verlassen. Nicht immer zeugt ein offizieller Stempel von Qualität, nicht jeder Deckel passt auf einen Topf.
    Lass dich führen …
  2. Geh mit einer offenen Einstellung in die Sitzung: Die Erfahrungen können unerwartet sein und erfordern oft eine gewisse Bereitschaft, sich auf das Unbekannte einzulassen. Deine Seele, dein höheres Selbst wissen um deinen Seelenplan, wo du stehst und was du brauchst.

Hab Vertrauen …

  1. Rückführung reflektieren: Eine mögliche Herangehensweise könnte es sein, sich Zeit zu nehmen, über die Erfahrungen nachzudenken und sie zu verarbeiten. Journaling kann dabei hilfreich sein. Eine runde und abgeschlossene Rückführung bedarf oft keiner weiteren Dinge, im Gegenteil, ich empfehle sogar die Erinnerungen daran zwar anzunehmen, aber wie Wolken vorbei ziehen zu lassen, sie nicht festzuhalten oder zurückzuholen.
    Lass Altes gehen …

Ablauf einer geführten Rückführung

Eine Rückführung in ein früheres Leben, oft auch als Reinkarnationstherapie bezeichnet, ist ein Prozess, bei dem eine Person durch verschiedene Techniken in einen entspannten Zustand versetzt wird, um Erinnerungen an frühere Leben zu erkunden. Hier ist eine allgemeine Beschreibung, wie eine solche Rückführung ablaufen kann:

  1. Vorbereitung: Der Prozess beginnt in der Regel mit einem Gespräch zwischen dem Klienten und dem Rückführungsleiter. Hierbei werden die Ziele der Rückführung besprochen und eventuelle Ängste oder Bedenken des Klienten.
  2. Entspannung: Der Klient wird in einen entspannten Zustand versetzt, oft durch geführte Meditation und Atemübungen. Ziel ist es, den Geist zu beruhigen und den Zugang zum Unter- und Überbewusstsein zu erleichtern.
  3. Visualisierung: Der Rückführungsleiter führt den Klienten durch eine Visualisierung, die ihn an einen bestimmten Ort oder in eine bestimmte Zeit in einem früheren Leben bringt. Dies kann durch Fragen oder Anweisungen geschehen, die den Klienten dazu anregen, Bilder und Gefühle zu erleben.
  4. Erinnerungen erkunden: Während der Rückführung kann der Klient verschiedene Szenen aus einem früheren Leben erleben. Der Rückführungsleiter hilft dabei, diese Erfahrungen zu verarbeiten und zu verstehen, indem er Fragen stellt und den Klienten ermutigt, seine Empfindungen und Eindrücke zu teilen.
  5. Integration: Es folgt wenn erforderlich ein Nachgespräch, in dem die Erlebnisse reflektiert und integriert werden. Der Klient kann die gewonnenen Erkenntnisse und deren Bedeutung für sein gegenwärtiges Leben erkennen. Nach der Rückführung wird der Klient sanft aus dem entspannten Zustand zurückgeführt.
  6. Nachbereitung: Empfehlenswert ist es, nach der Rückführung sich Zeit für sich selbst zu nehmen, um die Erfahrungen zu verarbeiten. Manchmal können auch weitere Sitzungen sinnvoll sein, um tiefergehende Themen zu bearbeiten.

In einer Zeit, in der das Streben nach innerem Frieden und Selbstverständnis immer wichtiger wird, bieten Rückführungen in frühere Leben eine einzigartige Möglichkeit. Wenn du neugierig bist, was deine Seele in vergangenen Inkarnationen erlebt hat, könnte eine Rückführung der erste Schritt auf einer faszinierenden Reise zu dir selbst sein.

Bleib offen für die Möglichkeiten, die das Universum dir bietet, und entdecke die Weisheit, die in deinen eigenen Erfahrungen verborgen liegt. Finde dich selbst – durch die Zeit!

von Herzen
Manuela Sibitz
Energiearbeit. Herzensarbeit. Ganzheitliche Begleitung

Manuela Sibitz ist Energetikerin, Systemische & Psycho-Energetische Coachin und Medium aus Oberösterreich (Regau). Sie ist eng mit himmlischen Helfern verbunden und begleitet als Rückführungsleiterin Menschen auf ihrer ganz persönlichen Reise in die Vergangenheit. Mehr Infos über sie unter: https://gabe-manuela-sibitz.jimdofree.com oder gabe.manuela.sibitz@gmail.com

 

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