© Valeria Told (Titelbild)
Wo die Engel wohnen
Die 14 Sphären des erweiterten Bewusstseins – eine Landkarte für spirituelle Begegnungen.
Wie begegne ich Engeln? Nimm dir ein paar Minuten Zeit und beantworte diese Frage schriftlich, bevor du weiterliest. Bewahre deine Antwort auf.
Wie lautet deine Antwort? Als Gestalt in einer Meditation, als innere Stimme, als Gefühl von Geborgenheit? Als Licht, als sanfte Berührung oder Wärme im Körper? Als plötzliche Klarheit oder tiefe Liebe? Schon diese Beispiele zeigen, dass Engelbegegnungen auf unterschiedliche Weise erlebt werden können. Was sich einem Menschen als deutliches inneres Bild zeigt, nimmt ein anderer vielleicht als feine Veränderung im Empfinden wahr.
Mich interessiert dabei besonders: In welchem Bewusstseinszustand finden solche Begegnungen statt? Wie hängen sie mit anderen spirituellen Erfahrungen zusammen? Und was kann helfen, sich in dieser Vielfalt zurecht zu finden?
Aus medialen Durchgaben von Devinaya ist eine Landkarte entstanden, die ich in meinem Buch „Mehr als diese Welt“ beschreibe: die 14 Sphären des erweiterten Bewusstseins. Engel haben darin einen besonderen Platz. Um diesen Platz zu verstehen, lohnt sich zunächst ein Blick darauf, was mit einer Sphäre überhaupt gemeint ist.
Bild links: Der Empfang – Kosmische Energie 2 – BewusstseinsTarot
Bild rechts: Die Seelenfamilie – Sternenvölker 2 – BewusstseinsTarot

© Valeria Told / Devinaya BewusstseinsTarot
Erfahrungsräume des Bewusstseins
Eine Sphäre bezeichnet einen Erfahrungsraum des Bewusstseins. Gemeint ist kein räumlich abgegrenzter Ort, den man wie ein Reiseziel erreicht. Vielmehr verändert sich mit dem Bewusstseinszustand auch das, was wahrgenommen werden kann: Stille, Weite, eine geistige Begegnung oder ein tiefes Empfinden von Einheit.
Die Einteilung ist ein spirituelles Orientierungsmodell aus medialer Erfahrung. Sie hilft, Zusammenhänge zu erkennen und die Vielfalt der nicht-sichtbaren Welt zu erkunden. Die Übergänge sind dabei fließend. Und es bleibt Raum für den eigenen Zugang: Nicht jeder Mensch nimmt dieselben Bilder wahr oder erlebt Begegnungen auf dieselbe Weise.
Das Fundament bildet Sphäre 0: das physische Sein. Hier sind wir mit unserem Körper, unseren Beziehungen und täglichen Aufgaben verankert.
Sphäre 1 steht für Ruhe und Beobachtung, Sphäre 2 für die Erweiterung des Bewusstseins über die gewohnten Körpergrenzen hinaus. In Sphäre 3, der „heiligen Leere“, tritt das gewöhnliche Empfinden von Raum, Zeit und persönlicher Geschichte in den Hintergrund.
Sphäre 4 ist als Tor zum Nicht-Physischen. Hier können innere Treffpunkte oder Kraftplätze entstehen, von denen aus weitere Erkundungen beginnen. Sphäre 5 widmet sich Erfahrungen zwischen Inkarnationen und Begegnungen mit verstorbenen Seelen. Die Sphären 6 bis 8 betreffen die Zwischenwelt, die „Bibliothek der Leben“ und die geistigen Ratgeber.
Die Sphären 9 bis 11 umfassen Sternenwelten, kosmische Zusammenhänge und das kosmische Energiesystem. Die letzten drei Sphären behandeln Dualität und Manifestation, parallele Welten und die Erfahrung umfassender Einheit.
Diese Übersicht zeigt: Engelkontakte sind Teil eines größeren Spektrums spiritueller Erfahrung.
Sphäre 8: der Raum der Ratgeber
In dieser Landkarte sind Engel in Sphäre 8, den „Ratgebern“, beheimatet. Hier stehen Beziehung und Dialog mit geistigen Begleitern im Mittelpunkt. Zu diesen gehören auch Geistführer und Krafttiere.
„Ratgeber“ bedeutet dabei mehr als jemanden, der Fragen beantwortet. Eine Begegnung kann als Trost, Schutz, Ermutigung oder tiefe Liebeserfahrung erlebt werden. Manchmal steht eine Lebensfrage im Vordergrund. Manchmal ist das Wesentliche die empfundene Nähe: das Gefühl, gehalten zu sein und nichts leisten oder erklären zu müssen.
Durch wiederkehrende Begegnungen kann Vertrautheit wachsen. Die wahrgenommene Präsenz und die eigene Reaktion darauf werden bewusster kennengelernt.
Engel brauchen keine feste Adresse
Die Zuordnung zu Sphäre 8 begrenzt das Wirken der Engel nicht auf diesen Bereich. Das lässt sich mit einer Begegnung im Alltag vergleichen: Wer einen Menschen in einem Garten kennenlernt, kennt den Ort der Begegnung. Über dessen gesamten Lebensraum sagt das wenig aus.
Außerdem bezeichnen die Zahlen der Sphären keine vorgeschriebene Reihenfolge. Für eine Engelbegegnung müssen nicht zuvor sieben andere Sphären bewusst erkundet werden. Ebenso wenig beschreiben sie einen spirituellen Rang: Eine Erfahrung in Sphäre 8 macht niemanden „weiter“ als eine Erfahrung in Sphäre 2.
Ein Zugang kann sich spontan öffnen oder durch bewusste Hinwendung entwickeln. Und von einer vertrauten Engelverbindung aus können sich weitere Erfahrungsräume erschließen. Ebenso kann eine andere spirituelle Praxis zu Engelbegegnungen führen.
Entspannung und eine klare innere Ausrichtung unterstützen den Zugang, etwa die Bitte, einem geistigen Begleiter zu begegnen. Dafür muss keine Sphärennummer genannt werden.
Vom Einordnen zum eigenen Erleben
Die Landkarte beschreibt also, welche Erfahrungsräume sich öffnen können. Wie sich eine Begegnung für dich anfühlt, lässt sich jedoch erst im eigenen Erleben erkunden.
Nimm dir dafür jetzt Stift und Papier und ein paar ruhige Minuten. Spüre deine Füße am Boden und den Kontakt deines Körpers zur Sitzfläche. Verbinde dich mit deinem Herzen und lass den Atem einige Atemzüge ruhig fließen. Formuliere dann, am besten laut, die Einladung:
Ich bin mehr als mein physischer Körper und ich öffne mich bewusst für das Feld. Ich verbinde mich mit meinen Engeln und erlaube den Engeln, die Botschaften, die sie möchten, von welcher Quelle auch immer sie sind, durch mich, (Name), zu überbringen. Dann stelle die Frage: Wie begegne ich Engeln?
Richte dann deinen Blick nach oben und bleibe aufmerksam. Achte auf alles, was da ist. Achte auf körperliche Empfindungen. Spürst du etwas im Kopf oder im Nacken? Fühlt es sich leicht oder schwer an? Achte auf Bilder oder Worte. Bleibe etwa fünf Minuten in dieser wachen Präsenz. Notiere dir, was du erlebst.
Beende dann die Übung bewusst: Ich bedanke mich bei den Engeln für diese Begegnung. Danke! Nimm ein paar tiefe Atemzüge und kehre damit bewusst zurück ins Hier und Jetzt.
Lies nach dieser Übung noch einmal deine Antwort und fühle, ob du die Energie spüren kannst. Dann vergleiche die Antwort, die du jetzt gerade empfangen hast, mit der Antwort, die du am Anfang von diesem Artikel festgehalten hast. Du wirst feststellen, dass es dieselbe Frage ist. Die erste Antwort ist deine, die zweite ist eine, die in Verbindung entstanden ist, im Zustand des erweiterten Bewusstseins. Was fällt dir auf?
Zunächst hast du aus deinem bisherigen Wissen und deinen Erfahrungen heraus geantwortet. In der Übung hast du deine Aufmerksamkeit erweitert. Diesen Unterschied kannst du weiter bewusst erkunden.
Hier schließt sich der Kreis zur achten Sphäre – dort, wo die Engel ihren Platz haben: Sie beschreibt einen Raum, in dem geistige Begleitung als Beziehung erfahrbar wird. Die Landkarte gibt dir dafür Orientierung. Wie diese Beziehung für dich Gestalt annimmt, darfst du Schritt für Schritt kennenlernen.
Zur Autorin
Valeria Told ist Seherin, Bewusstseinsforscherin und Autorin. Sie begleitet Menschen dabei, ihre spirituelle Wahrnehmung bewusst zu entwickeln und in ihr Leben zu integrieren. Ihr Buch „Mehr als diese Welt“ beschreibt die 14 Sphären des erweiterten Bewusstseins und Zugänge zu anderen Dimensionen. Weitere Informationen: devinaya.com.
Buchhinweis: Valeria Told, Mehr als diese Welt. Die 14 Sphären des erweiterten Bewusstseins und dein Zugang zu anderen Dimensionen, 2026. ISBN 9798249947927
© Markus Ranalter (Autorenbild)











