Julia Schneickert: Schuldzuweisungen loslassen lernen

In diesem Artikel gehe ich auf das Thema Schuld, genauer gesagt auf Schuldzuweisungen ein. Wir werden immer mal wieder in unserem Alltag mit dem Thema Schuld oder mit Schuldgefühlen konfrontiert, die bei vielen Menschen zum Vorschein kommt. Wir fühlen uns z.B. in einer Situation schuldig, wenn es um Ungleichgewichte geht.

Oder wir fühlen uns schuldig, wenn wir uns Kleiner fühlen als unser Gegenüber. Meistens suchen wir in unseren Mitmenschen einen Schuldigen. Das wahrgenommene Gefühl der Schuld ist eine Emotion, ein niedrig schwingendes Gefühl, welches durch unsere Glaubensmuster und Konditionierungen in uns abgespeichert ist. Die Rede ist hier in erster Linie von Schuld als Emotion, die immer mal wieder ins Feld kommt. Schuldgefühle aus einer Emotion heraus bedeutet, einen anderen Menschen dafür verantwortlich zu machen wenn es uns schlecht geht, immer dann wenn wir verletzt oder verärgert sind. Dieser Gedanke ist eine Illusion und entspringt meistens aus einer tiefen Verletzung, die noch in uns gespeichert ist.

Der Glaubenssatz der Schuld ist mitunter durch unsere Prägungen verankert und hat seinen Ursprung in der Wahrheit, sich ohnmächtig oder als Opfer zu fühlen, sich unterwerfen zu müssen und vor allem nicht gelernt zu haben, Verantwortung zu übernehmen für unser Handeln. Sei es durch die erlernten Überzeugungen und Glaubensmuster der Religionslehren oder durch unsere Erziehung. Die Ursache, warum wir uns immer mal wieder schuldig fühlen, ist weniger von Bedeutung. Wichtiger ist zu erkennen, dass Schuldgedanken nicht mehr zeitgemäß sind. In dem Moment, indem wir einem Menschen Schuld zuweisen oder Schuldgefühle einreden, gehen wir aus der Eigenverantwortung. Es ist natürlich viel einfacher in einem verletzten Moment mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen als bei sich selber zu schauen, wenn jemand Unfrieden in uns auslöst. In die volle Eigenverantwortung zu gehen ist ein wichtiges Fundament für unser eigenes Leben und für die neue Zeit. Es verändert unsere persönliche Ausrichtung und unseren Fokus.

Das schöne ist, dass wir aufkommende Schuldgedanken jederzeit bewusst ändern und loslassen können, wenn wir dazu bereit sind. Es empfiehlt sich, in verletzten Momenten während eines Konfliktes sich bewusst zu machen, dass auch wir Mitmenschen im Laufe unseres Lebens verletzt haben. Und oft reagieren wir in Streitgesprächen oder in Auseinandersetzungen auf bereits vorhandene Verletzungen und Wunden, die noch in unseren Zellen abgespeichert sind und ausgelöst werden z.B. aus unserer Kindheit oder aus früheren Zeiten.

Wir dürfen uns jeden Tag aufs Neue darin üben, achtsam in unserem Denken und Handeln mit uns selbst und unseren Mitmenschen zu sein. Auseinandersetzungen bewusst reflektieren und in die Beobachterrolle gehen, frei von Schuldgedanken, leitet Veränderung ein. Wir haben die Möglichkeit, Gedanken der Schuld jederzeit zu transformieren, indem wir die Verantwortung bei uns lassen. Dadurch gehen wir aus der Emotion. Emotionen zu leben ist wichtig, doch mit ihnen richtig umgehen zu lernen ist ebenfalls von Bedeutung. Durch die Bereitschaft, die Verantwortung für unser Denken und Handeln zu übernehmen, tragen wir zur Veränderung auf der Erde bei.

Julia Schneickert begleitet Kinder mit besonderen Fähigkeiten mit den Ziel, außergewöhnliche Begabungen sowie neue Potentiale zu erkennen und zu fördern. Sie ist seit über 13 Jahren Lebensberaterin und konnte bereits bei vielen Kindern und Erwachsenen neue Impulse setzen. Sie unterstützt jeden der offen ist, seine mitgebrachten, vorhandenen Fähigkeiten zu fördern und diese weiter zu entwickeln. In Einzelsitzungen deckt sie Potentiale auf, hilft im persönlichen Vorankommen und bringt ebenfalls verschiedene kosmische Tools näher.
Weitere Infos unter www.neuelichter.de

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