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    Gayan Sylvie Winter: Der Raum der inneren Stille und das Erwachen der Intuition

    Ganz gleich, wie hektisch unser Leben ist, der Raum der inneren Stille ist immer in uns. Vielleicht noch unentdeckt, aber immer in uns vorhanden. Wie ein Paradies, welches auf seine Entdeckung wartet, ist er ein Geschenk unseres Lebens. Diesen Raum zu betreten und seine Wahrheit auf einer ganz persönlichen Ebene zu erfahren.

    Dies auf der persönlichen Ebene zu erfahren, bringt große Freiheit. Es bringt die Freiheit und die geistige Gelassenheit, nach und nach innerlich zur Ruhe zu kommen und sich damit auch zu erlauben, ab und an, von dem sich stetig drehenden Karussell der Gedankengänge abzulassen. Sie einfach weiterziehen zu lassen, wie Wolken am einem Sommerhimmel … nicht an ihnen festzuhalten und sich nicht in ihnen zu verbeißen. Zu sehen, wie vergänglich und letztlich wie phantomhaft, sie in Wirklichkeit sind.

    Wenn wir uns erlauben, unsere Aufmerksamkeit vom Außen nach innen zu lenken, eröffnet sich eine vollkommen neue Welt. Es ist eine Welt der Stille, in der auch unsere angeborene Kraft der Intuition zu Hause ist. Ja, es ist tatsächlich wie ein Nachhausekommen. Aber man muss auch den Willen und den tiefen Wunsch haben, in die innere Heimat zurückzukehren. Hier und nur hier, im Raum der inneren Stille, ungestört von allem, was draußen vor sich geht, eröffnet sich plötzlich eine neue Dimension des geistigen
    Verständnis.
    Wir alle „wissen“ so viel. Wir sind ununterbrochen mit der Außenwelt verknüpft, besonders in der heutigen Zeit. Wir hüpfen wie Marionetten von einer Text-Message zur anderen, von einem Meeting zum anderen, von einem Wahn in den nächsten. Alles um uns herum zieht uns in die äußere Welt, sodass wir unsere inneren Räume gar nicht mehr fühlen oder beachten können. Doch dies ist eine sehr einseitige Lebensweise, die einen Menschen weder seelisch noch geistig wirklich nähren kann. Kein Wunder, dass heute alles „leer“ erscheint. Die gesellschaftliche Veräußerung hat einen Höhepunkt erreicht. Doch die Vorstellung, in der äußeren Welt bleibende Erfüllung zu finden, ist ein Trugbild. Wie eine Fata Morgana, spiegeln sich unsere Sehnsüchte im Nebel der Zukunft wider. Wir überhäufen uns selbst mit Erwartungen, Wünschen und Ideen, wie unser Leben zu sein hat, und enden mit unzähligen Enttäuschungen. Wir sehnen uns nach innerem und äußerem Frieden, aber tun wenig dafür. Täglich werden wir von letztlich wertlosen Informationen und „News“, überschwemmt, die unsere feinen Kanäle der Aufmerksamkeit regelrecht verstopfen. All diese Aktivitäten lassen keinen Raum mehr für das, was wirklich wichtig ist. Oft braucht es leider einen starken Einbruch, eine tiefe Frustration, ja manchmal sogar eine Krankheit, bis wir uns endlich zu besinnen beginnen und wahrhaben, dass wir auch noch eine innere Dimension besitzen.
    Unsere eigene Intuition kann nur in diesem Raum der inneren Ruhe und Stille erwachen. Ohne Druck und ohne Vorstellungen. Ohne fieberhaftes Denken und rastlose Bewegung. Sie kann erst dann wirklich aufsteigen und erwachen, wenn wir uns in einer meditativen Stimmung befinden und nicht alles mit unseren Gedanken manipulieren und kontrollieren wollen. Der Raum der inneren Stille ist daher auch der Geburtsort der Intuition. Man braucht sich aber darüber wirklich nicht den Kopf zerbrechen, denn all die wirklich magischen Dinge im Leben geschehen ganz von selbst. Aber man kann Platz schaffen, sich selbst einmal den Raum geben, der frei ist von allen mentalen Verrenkungen. Man muss sich erlauben, sich „frei“ zu denken. Sich einmal eine Weile „inneren Urlaub“ geben. Frei, von allen Belastungen, die man sich oft selbst erschaffen hat. Seltsamerweise empfinden viele dies als „egoistisch“.
    Dabei ist es das Wichtigste im Leben eines Menschen. Denn die innere Erkenntnis, das innere Erwachen, welches einem Menschen zuteil wird, wirkt sich nicht nur positiv im eigenen Leben aus, sondern kann auch anderen helfen. Es ist so, als würde man einen Stein in einen Teich werfen … er verursacht weite, weite Kreise …
    In diesem Moment geschieht tatsächlich ein Wunder. Wir beginnen uns selbst und damit natürlich auch andere in einem neuen Licht zu erfahren. Dies ist schwer mit Worten zu erklären. Denn wir empfinden uns dann nicht nur als ein getrennter „Körper“, mit seinem Image, mit all seinen Hoffungen und Ängsten, mit seinen festgelegten Vorstellungen und Vorurteilen und Konditionierungen. Wir gehen weit darüber hinaus. Wir beginnen uns innerlich auszudehnen und unser wahres Wesen zu erspüren. Dies ist wohl eine der größten Offenbarungen. Zu fühlen, ja plötzlich im Inneren, ganz deutlich zu wissen, dass wir eben nicht nur Körper sind, sondern noch auf ganz anderen Schwingungsebenen daheim sind.
    Der Schlüssel zu unsere eigenen, inneren Magie liegt daher allein in uns selbst. Wenn wir wirklich den tiefen, inneren Wunsch verspüren, über unser alltägliches Erleben hinauszugehen und uns selbst endlich kennenzulernen, verändert sich unser äußeres Leben oft ganz von selbst. Keine Mühe ist notwendig. Kein Tun, kann es bewirken. Nur das Erlauben der Stille. Ruhig zu werden. Einzusehen, dass sich alles verändern kann, wenn wir es nur erlauben.
    Dies klingt nach so wenig, ist aber ein riesiger Schritt. Aufmerksamkeit braucht einen Fokus. Unsere Aufmerksamkeit, ist wie ein Lichtstrahl, der unser Leben erleuchtet. Er ist die Energie, die alles zum Tanzen bringt. Er macht alles lebendig und schön. Aber wir haben die Wahl, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Lass ab von dem Traum, es allen anderen recht machen zu wollen … und imitiere niemanden. Auch dies ist eine Falle. Denn du, kannst nur du selbst sein. Also mach endlich Frieden mit dir selbst.
    Du musst dich entscheiden, ob du „Sein“ oder „Haben“ willst, ob du deiner inneren Intuition und damit dir selbst vertrauen willst. Sobald dir dies klar wird, ist auch dein Weg klar. Dann wird der Raum der inneren Stille wie eine Quelle der Ruhe sein, in die du dich immer wieder zurückziehen kannst. Dann findest du die rechte Balance zwischen innen und außen. Und nur in dieser geistigen Ausgewogenheit, wirst du auch die richtigen Entscheidungen für dein Leben treffen. Treffen, ist nicht einmal das richtige Wort. Alles fließt dann in die Bahnen, in die es fließen möchte. Dann steht dem Energiestrahl, deiner eigenen Lebenskraft, nichts mehr im Weg. Dann ist alles gut, so, wie es ist. Denn dann hast du auch das innere Vertrauen gefunden, dich dem hinzugeben, was das Leben dir bringt. Wenn Du das Gute erkennst und damit dein eigenes Wesen umarmst, wirst du niemals allein sein und niemals mehr deinen Weg verlieren.
    Sylvie Winter ließ in den Siebziger-Jahren zwei erfolgreiche Karrieren hinter sich und ging nach Indien. Dort verbrachte sie sieben Jahre in Oshos Meditationszentrum und studierte verschiedene Religions- und Meditationswege. Jenseits aller Dogmen und Glaubensrichtungen bot sie später Seminare in Europa an. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher, u. a. das „VISION QUEST TAROT“. „HOFFNUNG IST DER SCHLÜSSEL“, mit einem Vorwort von CHRIS GRISCOM, welches ihren Heilungsweg aus einer schweren Krebserkrankung beschreibt (ist über KINDLE, erhältlich). Gayan Sylvie Winter, lebt seit 35 Jahren in New Mexico und schreibt Artikel über spirituelle Themen.

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