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    Daniela Hutter: Dein Auftrag heißt Veränderung!

    Ausgelutschter könnte er nicht sein, der Satz: „Das einzig Beständige ist die Veränderung“. Aber mehr Wahrheit, als dieser eine Satz in sich trägt, ist kaum möglich. Die meisten von uns haben sich ein einigermaßen akzeptables Leben eingerichtet. Und ganz viele von uns machen es sich in diesem sehr akzeptablen Leben bequem.

    Das (unbewusste?) Mantra dazu lautet dann nicht selten: „Bitte lass es möglichst lange so bleiben!”

    Es ist ein frommer Wunsch. Denn schauen wir genau hin, müssen wir feststellen, dass es nichts auf diesem Planeten gibt, das sich nicht ständig verändert. Es beginnt bei uns Menschen. Wir verändern uns Tag für Tag. Und der Blick in die Natur zeigt dasselbe: Veränderung ist das einzig Konstante. Und dann lass uns auf die Zeit schauen, auch sie hält nicht still. Und mit der Zeit ändert sich so gut wie Alles. Unentwegtes voranschreiten, wohin man schaut.

    Daniela Hutter gibt uns drei wichtige Coaching-Übungen mit auf den Weg.

    Coaching-Übung „Werte“
    Stell‘ dir vor, alle von uns würden nach ihren Werte gehen. Sie würden für sie einstehen und alles daran setzen, ihr Leben nach ihren Werten auszurichten. Im Beruf, in der Familie, im Miteinander, im Konsum. Meinst du also nicht auch, dass es sich lohnt, sich darüber eindrücklich klar zu werden, was denn wirklich deine Werte für dein Leben sind?
    So nimm dir die Zeit, nimm ein Blatt Papier und teile es in drei Längsspalten. Beginne mit der ersten Spalte, und notiere dir untereinander wenigstens 13 Werte, die dir am Herzen liegen und die dir wichtig sind. Danach wende dich den anderen Spalten zu: In die zweite kannst du (musst du nicht) schreiben, welche/n Lebensbereich/e es betrifft (z. B. Partnerschaft, Familie, Beruf u. ä.) und in die dritte Spalte schreibst du dann WIE du das in dein Leben integrieren kannst. Welche Veränderung du wählst, als dass du diesem Wert mehr Lebensraum schenkst als bisher.
    PS: Wenn es dir nicht gleich gelingt, 13 Werte zu sammeln, dann schenk dir einfach mehr Zeit. Das darf ein wachsender Prozess sein. Schau täglich neu auf die Liste und ergänze sie. Erst wenn du damit fertig bist gehe zur nächsten Übung „Begrenzungen“.

    Coaching-Übung „Begrenzungen“
    Das Leben ruft nach Veränderung. Du hast es über die Übung „Werte“ erkannt, oder dein Leben hat in anderer Weise schon nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht. Und dann – hakt es womöglich. Eigentlich bist du schon gewillt, aber irgendwie klappt’s dann doch nicht. Aus Erfahrung weiß ich, tief in uns drinnen, wenn wir ganz ehrlich zu uns selber sind, wissen wir auch um die Gründe, warum es uns so schwerfällt Veränderung zu leben.
    So mag ich dich erneut zu einer Übung einladen. Nimm dir wieder etwas Zeit und ein Blatt Papier. Nun brauchst du auch eine Uhr. Stell sie auf 13 Minuten. Und dann beginne zu schreiben und notiere alles, worüber du weißt, dass es dich begrenzt. Setze den Stift so gut wie möglich nicht ab. Keiner außer dir liest den Text. Notiere, was dir in den Sinn kommt, spontan und unzensiert. Nach 13 Minuten stoppe. Dann verbinde dich mit der Energie dessen was du notiert hast, atme tief ein und bewusst und lange aus, so als ob du die Energie dessen was da in dir ist, ausatmen würdest.
    Mach das 13 Atemzüge lang und dann darfst du das Blatt vernichten. Du kannst es verbrennen oder in viele kleine Schnipsel zerreißen. Noch kraftvoller wird die Übung, wenn du sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen wiederholst.

    Coaching-Übung „Anhaftungen“
    Wir wollen eine Ebene tiefer gehen. Möglicherweise hast du den Begriff von „Loslassen“ auch auf deiner Liste gehabt. Lass uns dieses so wichtige Thema einmal mit einem Perspektivenwechsel betrachten.
    Also wieder eine Liste (#lächel), teile sie wieder mal in drei Spalten. Und dann notiere dir als ersten Schritt 13 Aspekte untereinander , an denen du (noch) festhältst. Dann gehe zeilenweise weiter. Du nimmst also den ersten Aspekt und in der zweiten Spalte beantworte dir ehrlich deine Vorstellung, was denn passieren könnte, wenn du „loslässt“, und in der dritten Spalte kannst du dir notieren, was denn das Positive daran wäre, wenn diese „Anhaftung“ sich auflöst. Auch hier wieder, das darf ein „Work in Progress“ sein. Du kannst dir gerne mehrere Tage dafür Zeit nehmen.

    Den ganzen Artikel findest du im ENGELmagazin Mai/ Juni 2022.

     

    Vielleicht hast du dich gefragt, warum „13“? Die Dreizehn ist die Zahl des Weiblichen. Und im Weiblichen ist auch die „Heilung“ hinterlegt und zwar für den „großen Wandel“ für die Gesellschaft oder wie der Dalai Lama es ausdrückte: „The world will be healed by the Western Women“ (2009 auf der Friedenskonferenz in Kanada).

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