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    Dr. Hans Christian Meiser: Dorthin gehen, wo die Liebe wohnt

    Dieses unsichtbare Teilchen, das die Welt in Angst und Panik versetzt, stellt auch Liebende vor die Frage, wie sie miteinander umgehen sollen. Und die Antwort macht auch bei Liebenden keine Ausnahme. Abstand heißt das Zauberwort, das alles hat, nur keinen Liebeszauber. Darüber schreibt unser Autor Dr. Hans Christian Meiser.

    Liebe auf Abstand, geht das überhaupt? Nun, diese verordnete Vorsicht hat einen interessanten Effekt: Je mehr Abstand ich zu meinem Gegenüber habe, umso mehr Nähe kann ich plötzlich zu ihm entwickeln. Je seltener ich ihn sehe, umso größer wird meine Sehnsucht nach ihm. Je weniger wir zusammen sind, umso heftiger wird das Bedürfnis nach Vereinigung.
    Die Gewohnheit verschwindet, das Neue, Unbekannte wird zur Herausforderung. Wir werden neue Verhaltensweisen im Umgang mit unserem Partner finden: Nicht mehr die Selbstoptimierung und der schöne Schein stehen im Vordergrund, sondern die Suche nach Liebe und der Wahrheit unseres Selbst. Wir können den anderen (und uns selbst) neu entdecken, wir dürfen das Bekannte und Vertraute aufgeben, um zu neuen Dimensionen im Gegenüber aufzubrechen. Vielleicht lernen wir unseren Partner erst jetzt wirklich kennen, da sich die eingeschlichene Gewohnheit verabschiedet hat und die Situation außergewöhnliche Maßnahmen erfordert.

    Vielleicht, das hoffe ich, entwickeln wir ein neues Miteinander, eine neue Liebesfähigkeit, eine neue Empathie, ein neues Verständnis füreinander und für unsere jeweilige Lebenssituation. Kurzum: Auch in dieser Krise liegt eine Chance. Diejenige nämlich, dass wir das Äußere weniger ernst nehmen, sondern uns ganz auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist: die tiefe, aufrichtige Liebe zum Nächsten, das Verständnis für die eigene Situation und die des anderen. „Amor vincit omnia“, heißt es beim römischen Dichter Vergil, „die Liebe besieht alles.“ Natürlich kann die Liebe nicht ein Virus eindämmen, das vermag nur die wissenschaftliche Forschung, aber wir können unsere Oberflächlichkeit besiegen und in die Tiefe gehen – dorthin, wo die Liebe wohnt.

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