Schon in ihrer Kindheit spürt Jana Haas, dass sie anders ist, anders empfindet, denkt. Unerlöste Seelen offenbaren sich ihr, düstere Stimmen verfolgen sie, Nahtoderlebnisse wühlen tiefe Gefühle auf.

Mein Wissen über die geistigen Welten und die großen Wege, die unsere Seele durch die vielen Leben nimmt, hat mir schon oft in meinem Alltag geholfen. So gab es einmal von einer Journalistin, die mich weder kannte, noch jemals einen Vortrag von mir gehört hatte, geschweige denn ein Buch von mir gelesen, eine sehr negativ gefärbte Berichterstattung. Sie nutzte mein Auftreten einfach als Gelegenheit, ihre eigene Negativität und ihren mangelnden Glauben in die Welt hinauszuposaunen. Der Artikel war richtiggehend bösartig und ich war sehr empört – darüber, wie ein Mensch seine Macht derartig ausnutzen und gegen jemanden lenken kann,den er nicht einmal kennt. Zu wissen, dass diese Frau
überhaupt nicht wusste, worüber sie schrieb, konnte mich nicht beruhigen. Mein Ego hatte hier einiges zu verkraften. Natürlich wusste ich, dass so etwas zum Leben eines Menschen, der in der Öffentlichkeit steht, dazugehört. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der nicht nur Journalisten der unterschiedlichsten Güte, sondern auch Privatpersonen öffentlich ihre Meinung kundtun können, ganz egal, auf welcher Basis und mit welchem Wissenshintergrund dies geschieht. Doch auch dieses Wissen half mir zunächst nicht. Ich hing in meinen Gedanken fest. Schließlich jedoch kam ich darauf, dass ich es nicht länger zulassen wollte, dass ein fremder Mensch so über meine Gefühle bestimmen kann. Ich dachte an den Weg der Seele nach dem physischen Tod und mir fiel der Lebensrückblick ein, den auch ich eines Tages zusammen mit meinen Engeln vornehmen werde. Alle Emotionen, die dann noch aktiv und nicht verarbeitet sind, werden noch einmal angeschaut und geklärt. Dieser Prozess ist sehr wichtig für das weitere Reifen und den Weg der Seele in die höheren Sphären und in eine nächste Inkarnation. Vor diesem Hintergrund fragte ich mich nun, ob ich es tatsächlich zulassen wolle, dass ich auch nach meinem Tod noch mit den Emotionen, die diese Journalistin in mir hervorgerufen hat, zu tun haben möchte. Wollte ich mich wirklich noch im Jenseits mit dieser Frau und ihrem Artikel herumärgern? Wollte ich tatsächlich meine restliche Lebenszeit zähneknirschend und verärgert verbringen, nur weil diese Frau auf ihre Weise diesen Artikel verfasst hatte? Wollte ich ihr erlauben, mein Licht zu verdunkeln? Wollte ich ihr so viel Macht über mich geben? Ganz sicher nicht! Ich wollte mir kein unnötiges Karma aufladen.

Wie lange willst du dieses Päckchen tragen?
Wenn dich etwas ärgert oder jemand Wut und Trotz, Empörung oder sogar einen Anflug von Hass in dir hervorruft, frage dich: Möchtest du zulassen, dass dich diese Geschichte, dieser Mensch, noch im Jenseits interessieren und beschäftigen wird? Möchtest du zulassen, dass dieser Mensch so viel Macht über dich hat, dass du die ungeklärten Emotionen dein Leben lang mit dir herumtragen und selbst nach deinem Tod noch damit zu tun haben wirst? Wenn du dies nicht zulassen willst, dann vergib diesem Menschen. Sprich das Vergebungsgebet so oft, bis du spürst, dass du frei von den quälenden und dunklen Emotionen geworden ist. Sei es dir selbst wert.

Vergebungsgebet
Ich vergebe dir für das, was du getan hast, bewusst und unbewusst. Ich bitte dich, allen Menschen zu vergeben für das, was sie getan haben, bewusst und unbewusst. Ich bitte alle Menschen, dir zu vergeben für das, was du getan hast, bewusst und unbewusst. Ich vergebe allen Menschen für das, was sie getan haben, bewusst und unbewusst. Ich bitte alle Menschen, mir zu vergeben für das, was ich getan habe, bewusst oder unbewusst. Ich bitte die göttliche Kraft darum, die Kraft der Vergebung in unseren Herzen zu spüren, und ich vergebe mir selbst für das, was ich getan habe, bewusst und unbewusst. Ich vergebe, weil ich liebe.

Lesen Sie den ganzen Artikel im ENGELmagazin für September/ Oktober 2020.