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    Daniela Hutter: Schieb dein Leben nicht auf

    Schon wieder ein neues Jahr. Es ist noch jung. Doch war dieses Gefühl nicht gerade? Jahre kommen, Jahre vergehen, alles scheint irgendwie immer schneller zu gehen. Und mit ihnen das Leben, und mit dem Leben all die Wünsche und Vorhaben. Daniela Hutter zeigt uns wie wichtig es ist seine Träume zu leben.

    Wie oft werden sie von Jahr zu Jahr verschoben, und vielfach wiederholt es sich, dass „eigentlich wollte ich ja diesen Sommer …“ – und dann war der Sommer auch schon wieder um, also nächstes Jahr. Die Gelegenheit hat sich nicht ergeben, nächstes Jahr bestimmt, hofft man. Aber was wenn nicht? Und was ist mit all den anderen Wünschen, Ideen und Vorhaben, die immer wieder aufgeschoben werden und nicht selten auch ganz aufgegeben werden?
    Dennoch „halten“ am Status Quo fest. Das Alltagskarussel dreht sich und sie finden immer wieder gute Begründungen, warum sie eine Veränderung erst „später“ oder „bald“ angehen werden – bloß jetzt geht’s grad wirklich nicht, weil … Und die „Weils“ klingen alle nachvollziehbar. Menschen sind ausreichend intelligent, um gute Erklärungen zu (er)finden. „Ausrede verlass mich nicht“, heißt eine Redewendung. Und so geschieht, dass man die Zeit ziehen lässt, von Montag zum Freitag, vom Winter in den Sommer. Von nach dem Urlaub auf den nächsten. Und dazwischen dreht sich das Alltagskarussel weiter.

    Bedürfnisse hat man dann erst wieder, wenn die Kinder erwachsen sind – und wenn man erst in Rente ist, dann wird man endlich das Leben führen, das man sich immer schon gewünscht hat und sich auch endlich all die Träume erfüllen: die große Reise, der Trip mit dem Motorrad, endlich mehr Zeit mit dem Partner, das Häuschen im Grünen. Dann wird das Leben endlich anders sein. Endlich – ist das Stichwort. Denn das Leben ist tatsächlich „endlich“.
    Selbst wenn wir dann „die Zeit haben“ wissen wir, ob unser Körper, unser Leben dann noch so mitmacht? Was, wenn sich die Rahmenbedingungen dann zu unseren Ungunsten ändern? Wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Niemand weiß, wie viel Zeitguthaben er auf dem Lebenskonto (noch) hat.
    Es war ein Gedankenexperiment, das mich vor vielen Jahren nachhaltig beeinflusst hat, als ich mal den Satz las: „Wenn du die Wahl hast, viele Jahrzehnte glücklich zu verbringen oder erst im hohen Alter glücklich zu sein, würdest du doch das Erste wählen?“

    So frage ich dich, liebe Leserin, lieber Leser – was spricht eigentlich wirklich dagegen, schon heute das Leben deiner Träume führen? Und deshalb erinnere ich dich an dieser Stelle: Schieb dein Leben nicht auf!

    [toggle title=“Lass dich nicht aufhalten“ state=“close“]Das Verhaltensmuster „etwas auf später aufzuschieben“, ist ein subtiler Ausdruck der Opferrolle: „Eigentlich würde ich ja gerne, aber es passt der Moment jetzt nicht.“ Oder: „Die Rahmenbedingungen sind ungünstig und nicht veränderbar.“

    Manchmal sind wir gut im Finden von Gründen – und Ausreden. Es hilft durchaus, sich für einen ehrlichen Dialog mit sich selbst zu entscheiden.

    So nimm in einem ruhigen Moment ein Blatt Papier und beantworte dir nachfolgende Fragen. Schreib dazu so viel wie möglich auf. Dieser innere Dialog bringt wertvolle Erkenntnis.

    – Welche Begründungen sind es, dass du dein Leben auf später verschiebst?
    – Sind die Argumente wirklich haltbar?
    – Was ist, wenn ich mich schon jetzt zu einem Wunsch bekenne?
    – Was kann ich heute schon tun, damit deine Wünsche in der Zukunft real werden können?
    – Was steht denn wirklich hinter dem „später“?
    – Wieso nicht schon jetzt?

    [/toggle]

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